E Summer voller Musig

Etwas Druck schadet nie, es erhöht die Performance. Das funktioniert sogar dann, wenn

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man sich den Druck selber macht. Und weil es in der ersten Hälfte von 2017 musikalisch eher ruhig war in der Iselin-Küche, soll es in der zweiten Jahreshälfte rund gehen. Deshalb folgt in den nächsten Monaten der «Summer voller Musig». Jeden Monat wird es einen neuen Song geben. Und der Sommer soll möglichst lang werden (siehe Bild).

Vorab-Single: In dr Rio Bar

Früher (nein, früher war nicht alles besser, bloss anders) pflegten Künstler ja vor dem eigentlichen Albumrelease eine oder mehrere Singles zu veröffentlichen, um das Album möglichst schmackhaft zu machen. Auch wenn das tempi passati sind – heute gehen ja ganze Alben online, vom einen Tag auf den anderen, ohne Vorankündigung und Werbung, David Bowie hatte das zum Beispiel vorgemacht – so halten wir diese Tradition trotzdem hoch. «In dr Rio Bar» erklärt sich eigentlich von selbst.

Und so heisst das erste Album: «Gäll, du kennsch mi nit»

Ein Blick auf das, was Herr Iselin in den letzten Monaten alles musikalisch verarbeitet hat, lässt nur einen logischen Schluss zu: Es ist Zeit für ein Album. Und genau so eines ist in Produktion. 13 Songs werden es sein. Rund um Basel, den Rhein, den FC Basel, Drämmli und Bus, undsoweiter. Und drei Songs hat die Welt bis jetzt noch nicht gehört.
Damit gehen Herr Iselin und Crew auch zum ersten Mal auf Musikdienste wie Spotify oder Apple Music. Soundcloud ist zwar schön und gut (und Herr Iselin wird Soundcloud selbstverständlich weiter bewirtschaften), aber es bleibt eine Ecke für Nerds, Spezialisten und Afficionados, darum gibt’s einen kleinen Schritt in Richtung kommerz.

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Und das ist die Trackliste:
1. In dr Rio Bar
2. Dr 36er Bus
3. Halbkanton
4. Die letschti Diva
5. E Schluuchboot für in d Stadt
6. Abserviert
7. Eggelhafte Siech
8. Y bi so Frei
9. Musig ohni Bass
10. Brazil (e bitzli heili Wält)
11. Dr Wäg uff Amschterdam
12. Nonemol ans Meer
13. Still am Rhyy

Der Blick auf die Tracklist zeigt: Herr Iselins Überflieger «Git’s e Lääbe ohni Streller» ist nicht drauf. Zwei Gründe gibt’s dafür. 1. Ich würde mir einen Copyright Issue aufhalsen. Er mag zwar nur theoretischer Natur sein, trotzdem verzichte ich gerne darauf. Und 2. Gibt es Dinge, die einer eingefleischten Community (a.k.a. FCB Fans) vorbehalten bleiben sollen. Auf «Gäll, du kennsch mi nit» sind genügend andere Songs drauf, die auch aus rotblauer Perspektive Spass machen.

Laut, lauter, Mastering

Auch wenn es bei Herrn Iselin in erster Linie nur ums Endergebnis geht, also um Musik UND Text, habe ich mir ausnahmsweise ein professionelles Mastering geleistet. Für alle Non-Audio-Nerds: Mastering macht den Song a) laut (weil nach weit verbreiteter Meinung lauter auch besser sei) und b) optimiert die Musik für alle möglichen Hörsituationen. Kopfhörer, kleine Lautsprecher, grosse Lautsprecher, usw.
Die 49$ für das Mastering von «Stress uff de Stroosse» waren ein Schnäppchen. Eine Promoaktion zum halben Preis. Ich weiss nicht, ob ich mir das wirklich einen Hunderter hätte kosten lassen. Egal, das Resultat hat mich ziemlich umgehauen. Bin gespannt, ob da draussen auch jemand einen Unterschied hört. Ich hätte es nicht so gut hinbekommen. Aber ich verdien‘ ja auch nicht meinen Lebensunterhalt damit…

Jetzt müsste nur endlich das Cover fertig werden

Volume

Neues Jahr, neue Songs und was tun, bis es soweit ist…

Nein, ich kann die Zukunft nicht vorhersagen. Aber ich weiss, was Herr Iselin in der Pipeline hat. Ich weiss noch nicht, in welcher Reihenfolge die Werke das Licht der der Welt erblicken sollen. Bis diese wichtigen Fragen beantwortet sind, empfehle ich Euch einen Besuch bei Speisi Frederick. Songs auf Baseldeutsch (mit ein paar Ausnahmen) über Dinge die die (Nordwest-) Schweiz bewegen.

Musig ohni Bass

Es gab sie ja schon früher mal, diese Lärmdiskussion. Und jetzt poppt sie wieder auf. Vielleicht, weil’s Sommer wird und sich wieder vermehrt Leute ans Rheinufer oder andere Openair-«Gelegenheiten». Vielleicht, weil ein paar angesagte Clubs ihre Mietverträge nicht mehr erneuern können und sich deshalb nach neue Lösungen umsehen müssen (genau genau dieser Zwang ist es übrigens, der erst immer wieder Neues und Spannendes entstehen lässt in Sachen Events). Vielleicht aber auch nur, weil wir im Moment grad keine anderen Probleme haben. Stellt Euch mal vor: Musik ohne Bass…. neeeee, oder?!