«Dr Johnny segglet immer dervo, solang irgendwo none Liechtli brennt.»

Kennt Ihr Johnny? Eigentlich heisst er ja Hans. Aber Johnny klingt viel cooler. Johnny lebt irgendwo in Basel. Ich weiss nicht genau, wo. Aber dort, wo er wohnt, ist er garantiert der Chef. Er hat immer etwas am Laufen. Etwas Grosses. Ein Business. Etwas, das richtig Geld und Fame (sorry… Ruhm) einbringen wird. Continue reading „«Dr Johnny segglet immer dervo, solang irgendwo none Liechtli brennt.»“

Die Basis


Es ist wirklich nicht selbstverständlich. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Kollektiv – und als ein solches nehme ich «die Fans», insbesondere «die Muttenzerkurve» wahr – so etwas auf die Beine stellen kann. Ein Kollektiv, das von aussen  immer nur als Einheit wahrgenommen wird, wo praktisch nie ein Individuum für das Kollektiv sprechen oder eben auch agieren kann. Aber vielleicht hat es damit zu tun dass ich die MK nur von Nahem kenne, aber eben nicht von innen. Würde ich sie von innen kennen, hätte es mich vielleicht nicht sosehr überrascht.  Continue reading „Die Basis“

[zwai] oder: Es ist Zeit für ein neues Album

11 neue Songs sind parat. Lieder über den Fluss aller Flüsse, über gefallene Helden und selbstverständlich über Fussball. Das Album 2 [zwai] geht eine Spur in Richtung Folk, und weil Herr Iselin in jungen Jahren die Banjo- und Pedal-Stunde geschwänzt hatte, musste er sich kompetente Verstärkung in Übersee holen.

Abgesehen von ein paar neuen Klängen hat das den Vorteil, dass Stress uff de Stroosse jetzt ohne das «I Want a New Drug»-Sample von Huey Lewis auskommt. Nicht, dass hier noch urheberrechtliche Einwände kommen.

Wer die untenstehende Tracklist mit dem vergleicht, was es von Herrn Iselin auf Soundcloud gibt, wird feststellen: es sind auch zwei brandneue Songs dabei.

Tracklist [zwai]IMG_0476

  1. Mir schwinge jedes Mol e Faahne
  2. Stress uff de Stroosse
  3. Dr Keenig vo Basel
  4. Du und di Tattuu
  5. Bappe Rhyy
  6. Sone Summer
  7. Mit andere Auge
  8. Delgado Delgado
  9. Nit eso schockiert
  10. Hooligan Nr. 1
  11. Hotel Basel

 

Hooligan Nr. 1 — Dobro & Pedal Steel: Andy Ellison
Stress uff de Stroosse — Banjo: Andy Ellison, Pedal Steel: Blake Mohler

 

 

Bappe Rhyy, oder: Drei Akkorde müssen reichen

Eigentlich gilt dieses Motto ja für den Punk. Doch das mit den drei Akkorden ist viel älter. Als der Blues aufkam, bestand praktisch jeder Track aus E, A und H (resp. B für die Amis). Gut, manchmal ähneln sich Songs etwas. Aber im Grossen und Ganzen ist es echt unglaublich, wieviele verschiedene Songs sich daraus stricken lassen. «Bappe Rhyy» ist einer davon. Auch wenn wir beim Mittelteil etwas geschummelt haben, dort schleichen sich ein paar Ausnahmen ein.

 

Nicht, dass ich mich ab heute dem Blues verschreiben wollte. Trotzdem finde ich es faszinierend, wieviele Leute sich heute immer noch für Blues begeistern. Vielleicht selber sogar Blues spielen. Von Hand. In einer Zeit, wo die Menge an computer/synthesizer-generierter Musik immer grösser wird.

Wenn wir – Stand heute – in die Schweizer Single-Charts schauen (machen zwar nur noch wenige heute, aber egal, es ist ein Gradmesser), dann müssen wir feststellen, dass es in den Top 10 keinen einzigen (keinen!) Song gibt, bei dem so etwas wie akustische / analoge Instrumente erklingen. Einzig bei Maroon 5 (Girls Like You) gibt es so etwas wie Gitarren. Aber sie sind so durch die Hächselmaschine gedreht worden, dass kaum mehr davon übrig geblieben ist.

Und was ist das fazit? Lernt ein Instrument! Und wenn es nur drei Griffe auf der Gitarre sind. Es reicht für Blues, für Punk. Und für Pop sowieso.

Hooligan No. 1

Man lernt das ja in der westlichen Welt (also viele lernen das, ein paar werden es nie kapieren): dass man Probleme konstruktiv lösen kann? Und nicht immer gleich drauflos schlagen muss? Also ja, man kann schon. Aber es ist meistens ein untrügliches Zeichen dafür, dass einem die Argumente ausgegangen sind. Sagen wir also: Ein Song aus aktuellem Anlass.

Am Rhyywääg

Kleinbasel oder Grossbasel, Schwarz oder Weiss, Romeo oder Julia, Nerd oder Cheerleader? Das sind die wirklich wichtigen Fragen. In «Am Rhyywääg» treffen sich diese Gegensätze. Ähnlichkeiten mit bestehenden Songs sind voll beabsichtigt. Ist seit dem Original ja auch erst schlappe 17 Jahre her.

Sii kunnt uss em Daig, wohnt an dr Rittergass.
D Frisuur und au s Klaid zaige si het wirgglig Klass
Oh – was fir e Frau. Vischer mit Veegeli-Vau.
Aber sii waiss nit mol, wär i-bi.
Und sii interessiert sich nit für mii.

(…)

¡Delgado Delgado!

Sie gehen ja alle irgendwann. So wie Delgado vor zwei Wochen. Was übrig bleibt, sind die Erinnerungen. Nicht bei jedem Spieler könnte ich sofort etwas aus dem Hut zaubern. Bei Delgado schon: Es sind für mich jene beiden Tore gegen Valencia (Europa League 2014), im Heimspiel erzielt hat. In einem mehr oder weniger leeren Stadion (a.k.a. Geisterspiel).

Hier ein kleiner Versuch, das Phänomen Delgado musikalisch zu beschreiben. Es ist etwas pathetisch geworden. Liegt wahrscheinlich am Lateinamerika-Bonus. Aber was soll’s. Es hat sich schon nur wegen des umgekehrten Ausrufezeichens gelohnt.

 

Und hier spielt die Musik: